KI im Alltag

KI-Bilder erstellen und richtig kennzeichnen

Welches Tool für welchen Zweck taugt, und was ab dem 2. August für private und geschäftliche Bilder gilt. Mit den Sätzen, die als Kennzeichnung reichen.

3 Min. Lesezeit
Vier KI-generierte Bildmotive auf einem Schreibtisch, darüber ein Label-Symbol mit Häkchen als Sinnbild für die Kennzeichnung
Bild mit KI erstellt

Ein KI-Bild ist in dreißig Sekunden fertig. Die Frage, welches Tool man dafür nimmt, beantwortet sich meistens aus Gewohnheit. Die zweite Frage stellt sich kaum jemand: Muss ich draufschreiben, dass das Bild nicht echt ist?

Ab dem 2. August wird aus der zweiten Frage eine Pflicht.

Welches Tool wofür

Midjourney liefert die schönste Optik. Wer ein Motiv will, das wie eine echte Illustration wirkt, landet dort am ehesten. Schwach bleibt das Tool bei Text im Bild, Schriftzüge werden regelmäßig zu Buchstabensalat.

Genau da ist DALL-E, eingebettet in ChatGPT, im Vorteil. Es versteht ausführliche Beschreibungen gut und setzt Text im Bild zuverlässiger um. Für ein Poster oder eine Grafik mit Beschriftung ist das oft die praktischere Wahl.

Adobe Firefly ist die vorsichtige Option. Trainiert nur mit lizenziertem Material, dazu mit einer rechtlichen Zusage von Adobe für den Streitfall. Wer ein Bild geschäftlich nutzt, ein Angebot, eine Anzeige, ein Titelbild, nimmt damit das geringste Risiko in Kauf, weil die Bildrechte von Anfang an sauber sind.

Wer nichts bezahlen will, kommt mit Google Gemini oder Bing Image Creator am weitesten. Bing baut auf DALL-E 3 auf und liefert für ein kostenloses Werkzeug überraschend brauchbare Ergebnisse.

Eine feste Rangliste würde ich trotzdem nicht aufstellen. Diese Tools verbessern sich im Wochentakt, und was heute schwach ist, kann in zwei Monaten gut sein.

Was ab dem 2. August gilt

Das hatte ich im Beitrag zu den KI-Regeln 2026 schon für Unternehmen beschrieben. Für Bilder wird es konkreter.

Artikel 50 der KI-Verordnung verlangt, dass künstlich erzeugte Bilder als solche erkennbar sind. Die Pflicht betrifft nicht nur Firmen. Sobald ein Kanal wirtschaftlich genutzt wird, zählt auch ein privates Instagram-Profil mit Werbekooperationen oder ein Etsy-Shop dazu.

Rein privat geteilte Urlaubsspielereien fallen nicht darunter. Sobald ein Bild aber einen echten Menschen, einen echten Ort oder eine echte Situation vortäuschen könnte, wird es heikel, unabhängig davon, ob Geld im Spiel ist.

Wie eine Kennzeichnung aussehen darf

Ein Siegel oder ein kompliziertes Wasserzeichen braucht es nicht. Ein kurzer, gut lesbarer Hinweis reicht, direkt am Bild oder im Text darunter.

Für Instagram funktioniert zum Beispiel:

Bild mit KI erstellt

Oder etwas ausführlicher:

Dieses Bild wurde mit [Toolname] generiert und zeigt keine echte Situation.

Wichtig ist, dass der Hinweis beim Betrachten auffällt, nicht erst nach Rückfrage. Versteckt im letzten Hashtag zählt nicht.

Alltag und Geschäft sind zwei verschiedene Fälle

Privat, für ein Moodboard oder eine Bastelidee, kannst du jedes Tool nehmen, das dir gefällt. Sobald ein Bild verkauft, beworben oder für ein Angebot verwendet wird, wechselt die Lage.

Dann zählt neben der Kennzeichnung auch die Bildrechte-Frage. Firefly und ähnliche Anbieter mit Lizenzzusage nehmen dir hier Arbeit ab. Ein Bild aus einem Gratis-Tool ohne klare Trainingsdaten-Herkunft kann dagegen später zum Problem werden, wenn jemand Ähnlichkeit mit geschütztem Material behauptet.

Was ich selbst mache

Diese Seite kennzeichnet ihre eigenen Beitragsbilder inzwischen serienmäßig mit dem Hinweis unter dem Bild. Der Aufwand dafür liegt bei null, die Zeile steht einmal im Code und läuft seitdem mit.

Genau das würde ich empfehlen. Einmal einrichten, nicht bei jedem Bild neu überlegen.

#Bilder #Tools #Kennzeichnung #Alltag

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